AIMCo ist der staatliche Investmentmanager von Alberta, der Pensionsvermögen, Staatsfonds und andere öffentliche Gelder für Lehrkräfte, Beamte und Gemeinden Albertas verwaltet. Er verwaltete Vermögenswerte von etwa 120 Mrd. C$.

Im Jahr 2008 startete AIMCo die VOLTS (Volatility Trading Strategy), ein intern verwaltetes Programm, das Volatilitätsschutz – im Wesentlichen eine Versicherung gegen Marktabstürze – an Wall-Street-Banken verkaufte. Die Strategie erzielte Prämieneinnahmen aus dem Verkauf von Optionen und generierte in ruhigen Märkten stetige Renditen.

Als COVID-19 im März 2020 ausbrach, stieg die Marktvolatilität auf beispiellose Niveaus und blieb erhöht. Die Verluste aus den Short-Volatilitäts-Positionen häuften sich rasch an und konnten nicht durch die Gewinne ausgeglichen werden, die normalerweise entstehen würden, wenn die Volatilität auf normale Niveaus zurückkehrt. Die Strategie verlor 2,1 Mrd. C$, etwa 2 % des Portfolios von AIMCo.

AIMCo-CEO Kevin Uebelein räumte die Verluste in einem Brief an Kunden ein und nannte sie „rundweg unbefriedigend“. Der Verwaltungsrat schloss eine Überprüfung der Strategie ab, und das VOLTS-Programm wurde eingestellt.

Verkaufte Absturzversicherungen an Wall-Street-Banken für stetige Prämien, doch der anhaltende Volatilitätsschub durch COVID überwältigte die Short-Positionen und kostete 2,1 Mrd. C$.

Die VOLTS-Strategie verkaufte Volatilitätsschutz und sammelte in ruhigen Märkten Prämien ein, setzte den Fonds jedoch einem katastrophalen Tail-Risiko aus, als die Märkte abstürzten.

Als COVID-19 ausbrach, stieg die Volatilität auf beispiellose Niveaus und blieb weit länger erhöht, als historische Modelle vorhersagten, was eine Erholung der Strategie verhinderte.

AIMCo fehlten angemessene Risikokontrollen für den Verkauf von Tail-Risiko – Experten nannten die Geschäfte „amateurhaft“, weil der Fonds Wall-Street-Banken versicherte, ohne das Verlustrisiko zu begrenzen.

Der Verkauf von Tail-Risiko funktioniert, bis der Tail eintritt. Eine Strategie, die 99 % der Zeit Geld verdient, aber in den 1 % alles verliert, ist keine Strategie – es ist das Aufsammeln von Pennys vor einer Dampfwalze.

DEN BELEGEN FOLGEN

Die Quellen

  1. CBC News — Alberta pension manager AIMCo says $2.1B lost on volatility trading strategy cbc.ca
  2. Financial Post — 'Wholly unsatisfactory': AIMCo acknowledges $2.1 billion loss from volatility-related strategy financialpost.com
  3. Wikipedia — List of trading losses en.wikipedia.org