Die FCA verhängte gegen die Pembrokeshire Mortgage Centre Limited (PMC, handelnd als County Financial Consultants, in Liquidation) eine Geldstrafe von 2.354.331 £ wegen unangemessener Beratung von Verbrauchern, die aus dem British Steel Pension Scheme (BSPS) und anderen leistungsorientierten (defined benefit, DB) Rentensystemen ausschieden. PMC beriet 420 Verbraucher – fast zwei Drittel davon BSPS-Mitglieder – und riet 93 % zum Übertrag, wobei das Unternehmen über 2 Mio. £ an Übertrags- und laufenden Beratungsgebühren verdiente.

Die FCA befand, dass 60 % der Beratung von PMC unangemessen war – schlechter als das Gesamtbild bei BSPS (46 % der BSPS-Übertragungen unangemessen). Viele Kunden waren ungewöhnlich schutzbedürftig: Die ungewisse Zukunft von BSPS und ein kurzes Entscheidungsfenster setzten sie unter Druck zu handeln, und einige verließen sich auf das garantierte Einkommen für den Ruhestand oder für Angehörige, die Langzeitpflege benötigten. Zu den Mängeln gehörten generische, schablonenhafte Eignungsberichte mit widersprüchlichen, irreführenden und verwirrenden Aussagen sowie unzureichende Ressourcen für den Anstieg der Fälle.

Der Umfang: Beraten wurde zu übertragenen Geldern von etwa 123 Mio. £, im Durchschnitt etwa 293.000 £ pro Kunde (314.000 £ für BSPS-Mitglieder). Zum 30.11.2022 hatte der Financial Services Compensation Scheme 213 Ansprüche auf Rentenübertragung gegen PMC stattgegeben und über 13,3 Mio. £ ausgezahlt – wobei 80 Anspruchsteller die Höchstgrenze von 85.000 £ erreichten; ohne die Obergrenze hätte die Entschädigung etwa 14,6 Mio. £ betragen. Der Enforcement-Leiter Mark Steward nannte die Qualität der Beratung „erbärmlich“ und „besonders eklatant“ angesichts der Schutzbedürftigkeit der BSPS-Mitglieder.

PMC befindet sich in Liquidation, und die FCA erklärte, sie werde Gläubigern – darunter einige Verbraucher – Vorrang vor ihrer Geldstrafe einräumen, um die Mittel für den Ausgleich zu maximieren. Die FCA trieb noch etwa 30 laufende Untersuchungen gegen Unternehmen und Einzelpersonen wegen BSPS-Beratung voran, einige davon in gerichtlichen Verfahren, und hatte gerade am 28.11.2022 die endgültigen Regeln für ein Entschädigungssystem veröffentlicht.

Geldstrafe von 2.354.331 £ in Liquidation; FSCS zahlte über 13,3 Mio. £ auf 213 stattgegebene Ansprüche; etwa 123 Mio. £ an Rentenwert übertragen

Berater verdienten über 2 Mio. £ an Gebühren im Zusammenhang mit Übertragungen, wodurch ihre Vergütung den garantierten Einkommen der Kunden entgegenlief

Generische schablonenhafte Berichte waren nicht auf individuelle Umstände zugeschnitten und enthielten widersprüchliche Aussagen

Dem Unternehmen fehlten Ressourcen für den durch BSPS ausgelösten Anstieg der Fälle, was die Qualität der Beratung weiter verschlechterte

Gebührengetriebene Beratung zu Rentenübertragungen mit schablonenhaften Berichten verwandelt eine regulierte Dienstleistung in eine Maschine zur Abschöpfung garantierter Einkommen

Ende 2022 befand sich PMC in Liquidation, wobei die Geldstrafe der FCA dem Gläubigerausgleich nachgeordnet war, der FSCS bearbeitete Ansprüche (88 % Erfolgsquote), und die etwa 30 damit zusammenhängenden BSPS-Untersuchungen der FCA liefen weiter, wobei die endgültigen Regeln eines Entschädigungssystems am 28.11.2022 veröffentlicht wurden.

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Die Quellen

  1. FCA fines Pembrokeshire Mortgage Centre Ltd £2.4m for serious failings in relation to the British Steel Pension Scheme FCA · fca.org.uk