Im März 2018, drei Jahre nach einem kometenhaften Aufstieg, brach die Kult-Doughnut-Kette Doughnut Time von einem Imperium mit 30 Filialen auf nur noch sieben zusammen – die verbliebenen Standorte in Melbourne, Brisbane, der Gold Coast und Sydneys Newtown. Auf dem Höhepunkt hatte das Unternehmen mehr als 400 Mitarbeiter; nach den Schließungen am Wochenende behielten weniger als 100 ihre Stellen, was den Mitarbeitern in einer Sonntagnacht-E-Mail des neuen Geschäftsführers Dan Strachotta mitgeteilt wurde.

Die E-Mail enthielt zwei Enthüllungen: Gründer Damian Griffiths hatte das Geschäft an Strachotta verkauft, und die meisten Filialen würden im Rahmen eines Sanierungsplans liquidiert, der auf Online-Verkäufe und eine geringere Abhängigkeit von physischen Filialen setzte, wobei die verbliebenen Mitarbeiter neue Verträge erhielten. Strachotta machte hohe Mieten und allgemein hohe Betriebskosten für ein so einfaches und kleines Geschäft verantwortlich.

Die Risse waren schon seit Monaten sichtbar: Ein Filialleiter in Manly fand bei seiner Ankunft vor, dass der Vermieter wegen mehr als 10.000 Dollar unbezahlter Miete zugesperrt hatte, und die Löhne waren von wenigen Tagen Verspätung auf Wochen Verspätung gerutscht – ihm standen fünf Wochen zu, mehr als 2.200 Dollar. Dutzende ehemalige Mitarbeiter beschwerten sich bei der Fair Work Ombudsman über rund 70.000 Dollar unbezahlter Löhne, mit der Behauptung, vielen sei nie Superannuation gezahlt worden.

23 von 30 Filialen schlossen über Nacht; die Mitarbeiterzahl sank von mehr als 400 auf unter 100; etwa 70.000 Dollar unbezahlter Löhne wurden bei der Fair Work Ombudsman beanstandet

Die Kette eröffnete Filialen schneller, als die Unit Economics tragen konnten, und belastete die Gewinn- und Verlustrechnung mit Mieten bei kurzlebiger Neuheitsnachfrage.

Der Cash-Stress zeigte sich zuerst als verspätete Löhne und unbezahlte Miete statt als strategischer Rückzug, was den Schaden für Mitarbeiter und Vermieter verstärkte.

Die Eigentümerschaft wechselte mitten in der Krise, und die Mitarbeiter erfuhren sowohl vom Verkauf als auch von den Schließungen aus einer Massen-E-Mail.

Der Sanierungsplan setzte auf Online-Verkäufe mit geringerer Abhängigkeit von physischen Filialen – ein Eingeständnis, dass die Wette auf die Filialen selbst der Fehler war.

Schnelle Filialeröffnungen auf mietfinanziertem Wachstum verwandeln die Beliebtheit einer Marke in eine Falle aus Fixkosten – die Mieten kommen weiter, auch wenn die Schlangen ausbleiben.

Strachottas Plan behielt sieben Filialen – drei in Melbourne, zwei in Brisbane, eine an der Gold Coast und eine in Newtown – und versprach, die Nachzahlungen würden über eine eingehende Investition geregelt; ehemalige Mitarbeiter sagten dem ABC, sie hätten dieses Versprechen seit Monaten gehört, während die Löhne immer weiter in Rückstand gerieten.

DEN BELEGEN FOLGEN

Die Quellen

  1. Doughnut Time's retail empire crumbles — what went wrong? ABC News · abc.net.au ·