Am 11. Oktober 2026 gab die malaysische Straßenverkehrsbehörde (JPJ) bekannt, dass sie die Fahrzeugtypengenehmigung für den Chery Omoda 5 vorübergehend aussetzt, nachdem es erneut zu einem Vorfall gekommen war, bei dem sich die Hinterachse des SUV löste – der zweite gemeldete Fall in Malaysia nach einem im April 2024. Die Aussetzung stoppt zudem die Neuregistrierungen des Modells, bis die technische Untersuchung der JPJ abgeschlossen und die Sicherheitsrisiken identifiziert sind. Chery Malaysia muss alle potenziell betroffenen Fahrzeuge anhand von Bauteilnummern, Produktionschargen und Fahrgestellnummern (VIN) identifizieren und sie dann zur Inspektion und zu Korrekturmaßnahmen zurückrufen.
Die JPJ geht über den Rückruf hinaus: Sie wird eine technische Prüfung der Produktions- und Montageprozesse des Omoda 5 sowie der relevanten Zulieferer von Hinterachskomponenten durchführen, die gute Herstellungspraxis, Qualitätskontrollsysteme, Schweißprüfverfahren und Sicherheitsstandards für Bauteile umfasst. Die Behörde erklärte, es werde keine Kompromisse bei Verstößen geben, die die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer gefährden, und die Aussetzung werde erst aufgehoben, wenn Korrektur- und Vorbeugemaßnahmen vollständig umgesetzt und technisch bestätigt seien.
Der Präzedenzfall von 2024 erklärt die harte Haltung. Im April jenes Jahres meldete ein Besitzer, dass die Hinterachse während der Fahrt gebrochen sei; Chery Malaysia führte eine vorsorgliche Sicherheitskampagne für 600 Fahrzeuge durch. Das Unternehmen führte den Ausfall auf ein Problem bei der Kalibrierung der Ausrüstung bei seinem Bauteilzulieferer zurück – eine abgenutzte Schweißspitze wurde ersetzt, die Schweißausrüstung jedoch nie ordnungsgemäß neu kalibriert. Sechzig malaysische Fahrzeuge enthielten Bauteile, die am 15. August 2023 hergestellt worden waren, und die Inspektion wurde auf 600 Fahrzeuge mit Hinterachskomponenten ausgeweitet, die zwischen dem 14. und 17. August 2023 gefertigt wurden.
Die Typgenehmigung wurde ausgesetzt und Neuregistrierungen bis zur Untersuchung eingefroren; ein neuer Rückruf wurde angeordnet, dazu eine technische Prüfung von Produktion, Montage und Achszulieferern.
Die entscheidende Tatsache ist die Wiederholung: Die Achse löste sich erneut, nachdem ein Rückruf bereits die Produktionstage eingegrenzt und die Ursache benannt hatte.
Die Behebung von 2024 war eine Kalibrierungskorrektur bei einem Zulieferer – so eng gefasst, dass der Ausfall von 2026 nahelegt, dass die Eingrenzung nie die tatsächliche Grundgesamtheit erfasste.
Die JPJ eskalierte über ihre üblichen Instrumente hinaus und setzte die Typgenehmigung selbst aus, was den Verkauf des gesamten Modells stoppt, nicht nur eines Produktionsfensters.
Die Prüfung erstreckt sich auf Cherys eigene Montage sowie die Schweiß- und Qualitätskontrollprozesse des Zulieferers – ein implizites Urteil, dass die Antworten des Unternehmens nicht mehr ausreichen.
Ein vorsorglicher Rückruf ist ein Aufschub, keine Behebung: Wenn dasselbe Bauteil erneut versagt, wird aus einem Qualitätsdurchbruch ein Vertrauensproblem auf Marktebene, das die Regulierungsbehörden mit einem Marktaustritt beantworten.
Zum Zeitpunkt der Erklärung vom 11. Oktober gilt die Aussetzung der Typgenehmigung, während die Untersuchung und Prüfung der JPJ laufen; Chery Malaysia muss die gefährdete Grundgesamtheit zurückrufen und inspizieren, bevor die Registrierungen wieder aufgenommen werden können. Das Material verzeichnet bei keinem der beiden Achsvorfälle Verletzte.
DEN BELEGEN FOLGEN
Die Quellen
- JPJ suspends Chery Omoda 5 VTA, recall rear axle issue SoyaCincau · soyacincau.com ·
- JPJ suspends Chery Omoda 5 VTA, orders recall after detached rear axle incident Newswav · newswav.com ·