PT Sri Rejeki Isman (Sritex) war einer der größten integrierten Textilhersteller Südostasiens und betrieb vier Fabriken in Zentraljava, die die gesamte textile Produktionskette abdeckten. Das Unternehmen wurde in den 1960er Jahren von der Familie Lukman gegründet und entwickelte sich zu einem bedeutenden Arbeitgeber in der Region.
Die finanziellen Schwierigkeiten begannen 2022, als das Unternehmen wachsende Schulden aufnahm und zugleich mit zunehmender Konkurrenz durch chinesische Textilimporte konfrontiert war. Die Ministerialverordnung Nr. 8/2024 lockerte die Importbeschränkungen und führte zu einem Zustrom kostengünstiger chinesischer Textilien auf den indonesischen Markt. Chinesische Produzenten, die von staatlichen Subventionen und Steuerbefreiungen profitierten, hatten ihren Anteil an den globalen Textilexporten von 30,4 % im Jahr 2010 auf 42 % im Jahr 2023 gesteigert.
Im Oktober 2024 reichte der Rohstofflieferant Indo Bharat Rayon eine Klage ein, die dazu führte, dass das Handelsgericht Semarang Sritex für bankrott erklärte. Das Unternehmen schuldete 26,2 Billionen Rupien (1,6 Milliarden US-Dollar) bei Gesamtvermögen von nur 10 Billionen Rupien — eine Unterdeckung von 16,2 Billionen Rupien. Zwischen Januar und Februar 2025 wurden 10.965 Arbeiter entlassen. Der Betrieb wurde am 1. März 2025 vollständig eingestellt.
Präsident Prabowo berief ein hochrangiges Treffen ein, um die Krise zu behandeln. Die Regierung versuchte, die Maschinen von Sritex zu verpachten, um Investoren anzuziehen und die Wiedereinstellung der Arbeiter zu erleichtern, doch das finanzielle Loch des Unternehmens war zu tief für eine schnelle Rettung.
26,2 Billionen Rupien Schulden bei einem Vermögen von 10 Billionen Rupien, eine Unterdeckung um den Faktor 2,6, sodass eine einzige Klage eines Lieferanten den Bankrott und die vollständige Stilllegung auslöste.
Sritex häufte 26,2 Billionen Rupien Schulden an, ohne eine entsprechende Vermögensbasis — das Unternehmen schuldete mehr als das 2,6-Fache dessen, was es besaß.
Eine einzige Klage eines Rohstofflieferanten löste den Bankrott aus, was zeigt, wie wenig Puffer dem Unternehmen noch geblieben war.
Die Lockerung der Textilimportbeschränkungen im Jahr 2024 überschwemmte Indonesien mit subventionierten chinesischen Produkten, die Sritex preislich in seiner gesamten Produktpalette unterboten.
Das Unternehmen befand sich seit 2022 in finanziellen Schwierigkeiten, restrukturierte oder verkleinerte sich jedoch nicht, solange noch Zeit dazu war — es wartete, bis die Klage die Entscheidung erzwang.
Wenn eine Zollmauer fällt, bricht ein Unternehmen schnell zusammen, dessen Kosten auf Protektion ausgelegt sind. Schulden, die unter Protektion tragbar waren, werden über Nacht erdrückend.
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