In einer Fortune-Kolumne vom 30. Dezember 2025 argumentiert der Investor Adam Seessel, dass Warren Buffetts blinder Fleck in Sachen Technologie den operativen Gesellschaften von Berkshire Hathaway geschadet habe, wobei Geico das Hauptbeispiel sei. Nachdem Buffett 1996 die vollständige Kontrolle übernommen hatte, verachtfachte er Geicos Marketingbudget, und der Marktanteil wuchs von unter 3 % auf 12 % bis 2020, was das Unternehmen vom siebten auf den zweiten Platz hinter State Farm hob.
Seessel zufolge investierte Progressive dagegen seit den späten 1970er-Jahren in Technologie, wurde 1996 der erste Autoversicherer, der online verkaufte, und baute Werkzeuge wie den Fahrtenmonitor Snapshot auf. Geicos Modell ohne Vermittler verschaffte dem Unternehmen Betriebskosten, die etwa sechs Punkte niedriger lagen, doch Progressives Schadenkosten waren etwa 11 Punkte besser, sodass die Technologie Geicos Kostengraben durchbrochen hatte. Geico verfüge über mehr als 600 alte IT-Systeme und habe, so schreibt er, erst 2019 mit einem Snapshot-ähnlichen Produkt begonnen.
Er argumentiert, COVID habe die Lücke offengelegt: Der Verkehr brach ein und stieg dann rücksichtsloser wieder an, und die Reparaturinflation schlug zu, was Versicherer mit starken Tracking-Werkzeugen begünstigte. Seit 2020 hat Progressive seine Zahl der Privatkfz-Policen nahezu verdoppelt, während Geico fast 15 % seines Privatversicherungsbestands verlor, sodass Progressive nun der zweitgrößte Autoversicherer ist. Dies ist die Analyse des Autors, keine Unternehmenserklärung.
Laut der Kolumne verlor Geico seit 2020 fast 15 % seines Privatversicherungsbestands und fiel hinter Progressive als Amerikas zweitgrößter Autoversicherer zurück.
Berkshire zog es laut der Kolumne vor, Barmittel aus den operativen Tochtergesellschaften abzuziehen, statt für das digitale Zeitalter in sie zu reinvestieren.
Geico gab Geld für Marketing aus (den Gecko, den Höhlenmenschen), während Progressive in Preisgestaltung und Schadenstechnologie investierte, die die Schadenkosten senkte – den größten Kostenfaktor in der Autoversicherung.
Geico betrieb über 600 alte IT-Systeme, was Tarifänderungen verlangsamt; Progressive gibt an, die Tarife nahezu an jedem Geschäftstag anpassen zu können.
Geico begann 2019 mit einem nutzungsbasierten Produkt, etwa 20 Jahre nach Progressive, und hatte daher weit weniger Fahrerdaten, als sich die Bedingungen änderten.
Ein Kostengraben ist nicht dauerhaft. Wer in die Marke, aber nicht in die Systeme investiert, die Risiken bepreisen, dem kann ein Rivale, der dies tut, den Kostenvorteil nehmen und die Kunden abwerben.
Nach der Zählung der Kolumne ist Progressive inzwischen der zweitgrößte Autoversicherer des Landes, mit nahezu verdoppelten Privatkfz-Policen seit 2020, während Geicos Privatversicherungsbestand um fast 15 % gesunken ist. Der Autor vergleicht Geico mit General Motors und Macy's als Traditionsunternehmen, die in einem Teufelskreis der Unterinvestition gefangen seien. Der Beitrag berichtet von keiner Reaktion von Geico oder Berkshire.
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