Am 8. März 2022 entdeckten Mitarbeiter des digitalen Hypothekenkreditgebers Better.com, dass sie entlassen wurden, als sie die Lohnabrechnungs-App des Unternehmens öffneten: Abfindungs-Lohnabrechnungen waren über Nacht in Workday erschienen, einen Tag bevor die Kürzungen angekündigt werden sollten. „Abfindung erscheint ab 0 Uhr jeweiliger Zeitzone in unserer Workday-App. Keine E-Mail, kein Anruf, nichts. Das wurde widerwärtig gehandhabt“, sagte ein Mitarbeiter zu TechCrunch. Als die Führungskräfte den Fehler bemerkten, löschten sie die Abrechnungen aus den Konten einiger Personen – weiterhin ohne jede Kommunikation.
Die Entlassungen waren für den 8. März geplant, wurden nach dem Durchsickern des Datums auf den 9. März verschoben und dann durch den Lohnabrechnungsfehler vorweggenommen. Etwa 3.000 von Betters 8.000 Mitarbeitern in den USA und Indien wurden entlassen – „knapp über 3.000“, bestätigte ein Sprecher –, überwiegend in Vertrieb und Betrieb, insbesondere in den Refinanzierungsteams, mit Abfindungen von 60 bis 80 Tagen Gehalt. Die Ankündigungs-E-Mail kam von CFO Kevin Ryan, nicht von CEO Vishal Garg, der noch von der Entlassung von 900 Mitarbeitern per Zoom-Call im Dezember mitgenommen war; Ryan nannte die Notwendigkeit, „sich auf die Volatilität im Zinsumfeld und im Refinanzierungsmarkt einzustellen“.
Höhere Zinsen hatten die Refinanzierungsnachfrage ausgelaugt, und Better musste laut dem Unternehmen ein „Purchase“-Geschäft für neue Kredite werden. Mitarbeiter sagten zu TechCrunch, Gargs Eskapaden – Beleidigungen von Mitarbeitern und Investoren, eine berichtete Vorgeschichte verbaler Übergriffe – hätten den Ruf des Unternehmens beschädigt und es schwieriger gemacht, die Kunden zu gewinnen, die der Kurswechsel benötigte.
Etwa 3.000 von 8.000 Mitarbeitern entlassen, die meisten in Vertrieb und Refinanzierungsbetrieb, die es aus Lohnabrechnungen ohne jede Kommunikation erfuhren
Abfindungs-Lohnabrechnungen wurden einen vollen Tag vor jeder Ankündigung in die Lohnabrechnung eingestellt, ohne Begleitnachricht.
Die Lösung der Führungskräfte bestand darin, einige Lohnabrechnungen zu löschen, was den betroffenen Mitarbeitern nichts über ihren tatsächlichen Status sagte.
Die Führung blieb während des Lecks stumm; das erste offizielle Wort war die CFO-E-Mail, die im Nachhinein versendet wurde.
Es war die zweite chaotische Massenentlassung in drei Monaten, was einen bereits angeschlagenen Ruf und die Kundengewinnung weiter belastete.
Wie man eine harte Entscheidung umsetzt, ist selbst eine Entscheidung: eine durchgesickerte Lohnabrechnungsdatei kostete mehr Vertrauen als die Entlassungen.
Better erklärte, bestehende Wettbewerbsverbote würden nicht durchgesetzt, Vertraulichkeitsklauseln blieben jedoch bestehen. Ryan dankte den Mitarbeitern und sagte, „unsere stärksten Tage liegen vor uns“. Die Kürzungen konzentrierten sich auf Refinanzierungsteams, während das Unternehmen sich angesichts steigender Zinsen auf Kaufhypotheken verlagerte.
DEN BELEGEN FOLGEN
Die Quellen
- Better.com employees learned of layoffs when severance checks appeared in payroll app TechCrunch · techcrunch.com ·