Die Doosan Group erklärte am 29. Oktober 2019, ihr Vorstand habe beschlossen, sich aus dem Duty-Free-Geschäft zurückzuziehen, weil die Umsätze zurückgingen und der Wettbewerb sich verschärfte. Doota Duty Free war im Mai 2016 gestartet und hatte seither kumulierte Verluste von mehr als ₩70 Milliarden (60 Millionen US-Dollar) verzeichnet. Die Gruppe erklärte, sie werde mit der Zollbehörde erörtern, wann ihre Verkaufsstellen geschlossen werden.

Doota hatte 2018 eine Trendwende geschafft, doch Doosan zeigte sich hinsichtlich langfristiger Gewinne pessimistisch. Ein Vertreter der Gruppe nannte die sinkende Zahl chinesischer Besucher und den harten Wettbewerb als Gründe. Südkoreanische Duty-Free-Betreiber hatten während eines diplomatischen Streits zwischen Seoul und Peking einen starken Rückgang chinesischer Touristen erlitten, als China seinen Reisebüros den Verkauf von Koreareisen-Pauschalangeboten untersagte.

Die Korea Times merkte an, dass Doosans Rückzug auf die Ankündigung der Hanwha Group folgte, die bereits im April desselben Jahres die Schließung ihres eigenen Duty-Free-Geschäfts bekannt gegeben hatte, unter Verweis auf gestiegene Verluste und harten Wettbewerb.

Über ₩70 Milliarden (etwa 60 Millionen US-Dollar) an aufgelaufenen Verlusten seit Mai 2016

Chinesische Besucher waren eine wichtige Kundengruppe für die Duty-Free-Läden in Seoul, und ihre Zahl sank, nachdem Peking Pauschalreisen eingeschränkt hatte.

Mehr Betreiber konkurrierten um weniger Einkäufer, was es einem neuen Marktteilnehmer schwer machte, Gewinn zu erzielen.

Selbst nach der Trendwende 2018 sah die Gruppe keinen Weg zu langfristigem Profit.

Hanwha traf Monate zuvor dieselbe Entscheidung, was darauf hindeutet, dass die neuen Marktteilnehmer dasselbe Problem hatten.

Ein Duty-Free-Laden, der von den Reisegruppen einer einzigen Nationalität abhängt, kann eine Trendwende schaffen und dennoch geschlossen werden, wenn dieser Zustrom nicht zurückkehrt.

Doosan erklärte, es werde die Schließungszeiten mit der Zollbehörde abstimmen. Der Artikel der Korea Times berichtet nicht, was danach mit den Läden oder dem Personal geschah.

DEN BELEGEN FOLGEN

Die Quellen

  1. Doosan pulls out of duty-free business The Korea Times · koreatimes.co.kr ·