Am 2. Dezember 2019 kündigte der Hongkonger Kosmetikhändler SaSa International an, alle 22 seiner Singapur-Filialen zu schließen, was etwa 170 Mitarbeiter betrifft, nachdem die Filialen „sechs Jahre in Folge Verluste verzeichneten, trotz der Bemühungen, das Geschäft zu sanieren“.
Das Unternehmen erklärte, es habe in den vergangenen Jahren Maßnahmen ergriffen — Umstrukturierung des lokalen Managementteams, Verbesserung der Warenpräsentation und Anpassung des Produktmix zur Umsatzsteigerung —, doch „bedauerlicherweise waren die Ergebnisse alles andere als zufriedenstellend“. Der Umsatz für die sechs Monate zum 30. September 2019 betrug 99,4 Mio. HK$ (etwa 17,3 Mio. S$), ein Rückgang von 4,6 Prozent im Jahresvergleich. SaSa erklärte, die Mitarbeiter würden nach den singapurischen Arbeitsvorschriften vollständig entschädigt.
Der Rückzug wurde als Neuausrichtung dargestellt: Das Managementteam, das Singapur und Malaysia betreute, sollte sich auf Malaysia konzentrieren, dem höheres Potenzial zugeschrieben wurde, während die Gruppe die Expansion in Festlandchina und ihr E-Commerce-Geschäft vorantrieb, um die Schwäche im Heimatmarkt Hongkong auszugleichen, wo die Ankünfte von Touristen aus Festlandchina stark zurückgegangen waren. SaSa merkte an, die Schließungen seien auf Gruppenebene klein — 22 von 265 Filialen —, mit Zahlungsmitteln und Bankguthaben von 788,7 Mio. HK$ zum 30. September, „ausreichend für den operativen Bedarf“.
Etwa 170 Arbeitsplätze in Singapur betroffen (Entschädigung nach lokalen Vorschriften); Umsatz für die sechs Monate zum 30. September 2019 sank um 4,6 % auf 99,4 Mio. HK$
Sechs Verlustjahre trotz wiederholter Korrekturen zeigten, dass das Problem in der Struktur des Marktes lag, nicht im letzten Managementteam.
Der Umsatz in Singapur schrumpfte bereits vor dem Rückzug, sodass die 22 Filialen Aufmerksamkeit banden, ohne Wachstum zu bringen.
Malaysia bot bessere Aussichten aus derselben Managementstruktur, was den Rückzug zu einer Umverteilung statt zu einem Rückzug machte.
Da Hongkong von sinkenden Ankünften von Touristen aus Festlandchina getroffen wurde, brauchte die Gruppe Erfolge, die sie tatsächlich erzielen konnte.
Verbesserte Warenpräsentation und Manager können einen Markt nicht retten, der strukturell unrentabel ist — man muss erkennen, wann die mehrjährige Sanierung gescheitert ist.
Die Schließung wurde am 2. Dezember 2019 angekündigt, wobei die Mitarbeiter nach lokalen Vorschriften entschädigt werden sollten und die Gruppe beteuerte, mit ausreichenden Mitteln lebensfähig zu bleiben. Endgültige Schließungstermine oder Kosten werden nicht genannt.
DEN BELEGEN FOLGEN
Die Quellen
- Sasa to close all 22 outlets in Singapore The Straits Times · straitstimes.com ·