Sipho Maseko, von April 2013 bis Dezember 2021 Group CEO von Telkom, wurde am Freitag, dem 9. Oktober 2026, am Amtsgericht Palm Ridge (Palm Ridge Magistrate's Court) wegen der Nichtabgabe von Steuererklärungen für fünf seiner Unternehmen verurteilt: One Fountain Properties, One Fountain Industries, One Fountain Capital, Afrifund Advisory Services und Afrifund Investments. Die 85 Anklagepunkte – die Nichtabgabe von Lohnsteuer-(PAYE-), Umsatzsteuer-(VAT-) und Körperschaftsteuererklärungen – fielen unter Abschnitt 234(2)(d) des Steuerverwaltungsgesetzes (Tax Administration Act), und die NPA erklärte, er sei in seiner Eigenschaft als Vertreter in seiner Funktion als Direktor verurteilt worden. Maseko zahlte im Namen der Unternehmen eine Geldstrafe von 85.000 Rand.
Der Fall fällt unter Project Honey Badger, eine Regierungsinitiative unter Leitung der NPA, der SARS und der Directorate for Priority Crime Investigation, die Personen und Einrichtungen verfolgt, die ihren gesetzlichen Steuerpflichten nicht nachkommen. Die gemeinsamen Ermittlungen zu Masekos Geschäften begannen, nachdem im September 2025 ein Verfahren eröffnet worden war, wobei nach Angaben der NPA kein Hinweis eingegangen war. Staatsanwalt Athenkosi Mancoba argumentierte, die Nichtabgabe von Erklärungen behindere die SARS bei der Verwaltung der Steuern und der Erhebung von Einnahmen. Die Unternehmen haben inzwischen alle ausstehenden Erklärungen eingereicht, wodurch die SARS sie veranlagen konnte.
Die Verurteilung traf einen Geschäftsmann, der weiterhin Direktorenmandate anhäufte. Unter Masekos achtjähriger Amtszeit wuchs Telkom mit rund 20 Milliarden Rand Umsatz zum drittgrößten Betreiber Südafrikas und stellte von ADSL auf Glasfaser um; nach seinem Ausscheiden übernahm er Aufsichtsratssitze bei Shoprite und KAP, hielt über Afrifund Investments eine Beteiligung an den südafrikanischen Aktivitäten von MultiChoice und wurde im August 2026 in den Vorstand von Motus berufen, der größten Fahrzeughandelsgruppe des Landes. Der Geschäftsmann Sonwabo Mtshazo, neben Maseko Direktor der fünf Unternehmen, wurde im selben Verfahren genannt.
Verurteilung in 85 Anklagepunkten am Amtsgericht Palm Ridge und eine Geldstrafe von 85.000 Rand, die im Namen der fünf Unternehmen gezahlt wurde.
Die fünf Unternehmen reichten über mehrere Jahre hinweg mehr als 85 Steuererklärungen nicht ein – Lohnsteuer, Umsatzsteuer und Körperschaftsteuer –, also die Erklärungen, die die SARS für ihre Veranlagung benötigt.
Die Staatsanwaltschaft argumentierte, die Nichtabgabe behindere die SARS bei der Erfüllung ihres Auftrags, Steuern wirksam zu verwalten und Einnahmen zu erheben.
Abschnitt 234(2)(d) des Steuerverwaltungsgesetzes macht die Nichtabgabe zu einer Straftat, und als Direktor trug Maseko diese Haftung in Vertreterfunktion für jedes Unternehmen.
Project Honey Badger richtet sich gezielt gegen Personen und Einrichtungen, die ihren gesetzlichen Steuerpflichten nicht nachkommen, und ein im September 2025 eröffnetes Verfahren brachte die fünf Firmen in sein Visier.
Steuererklärungen fallen pro Unternehmen und pro Jahr an: Fünf Privatfirmen können unbemerkt 85 Anklagepunkte anhäufen, und für einen prominenten Direktor wiegt die Verurteilung schwerer als die Geldstrafe.
Die fünf Unternehmen haben inzwischen alle ausstehenden Erklärungen eingereicht, wodurch die SARS sie veranlagen konnte, und Maseko zahlte die Geldstrafe von 85.000 Rand nach der Verurteilung. Die NPA begrüßte das Ergebnis als Bestärkung der Pflicht zur Abgabe von Steuererklärungen. Für Maseko persönlich fällt die Verurteilung in einen vollen Vorstandskalender: Er blieb nicht geschäftsführender Direktor bei Shoprite und KAP, behielt seine Afrifund-Beteiligung an den lokalen Aktivitäten von MultiChoice und war im August 2026, einen Monat vor der Verurteilung, dem Vorstand von Motus beigetreten. Die NPA nannte keine gesonderte Sanktion gegen den Mitdirektor Sonwabo Mtshazo.
DEN BELEGEN FOLGEN
Die Quellen
- Former Telkom CEO convicted after his companies failed to file 85 tax returns MyBroadband · mybroadband.co.za ·