Junglia, ein 70 Milliarden Yen teurer Freizeitpark auf einem 60 Hektar großen Gelände, das sich über das Dorf Nakijin und die Stadt Nago im Norden Okinawas erstreckt, wurde im Juli 2025 mit hohen Erwartungen eröffnet, den Touristenaufenthalt in der Region zu verlängern und das lokale Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Geplant wurde er von Katana, einem Marketingunternehmen aus Osaka, dessen Präsident und CEO Tsuyoshi Morioka für seine Rolle bei der Wiederbelebung der Universal Studios Japan bekannt ist.
Bis Juli 2026 zog der Park etwa 1 Million Besucher an – offenbar weit unter seinen Schätzungen. Japan Entertainment Holdings, die Muttergesellschaft des Parkbetreibers, geriet im Geschäftsjahr zum Juni 2026 in schwere finanzielle Schwierigkeiten, und Junglia schloss sein erstes Geschäftsjahr wegen schleppender Ticketverkäufe mit einem Nettoverlust von 17,3 Milliarden Yen ab.
Auf einer Hauptversammlung in Naha sagte CEO Takeshi Kato, der Verlust werde „keine Auswirkungen auf unsere Dienstleistungen für Kunden oder auf verschiedene Verträge und Transaktionen mit anderen Unternehmen haben“ und der Park werde „wie gewohnt weiterbetrieben“.
17,3 Milliarden Yen Nettoverlust im ersten Geschäftsjahr; die Muttergesellschaft Japan Entertainment Holdings benötigte drastische Maßnahmen.
Der 70 Milliarden Yen teure Bau setzte auf Besucherzahlen, die der Norden Okinawas nie lieferte: 1 Million Gäste im ersten Jahr lagen offenbar weit unter den internen Schätzungen.
Das Verkaufsargument des Parks – die Verlängerung des Touristenaufenthalts – verlangte von Reisenden eine Verhaltensänderung, nicht nur einen weiteren Halt auf einer bestehenden Reiseroute.
Die Erfolgsbilanz Moriokas bei Universal Studios Japan verlieh einem Plan Glaubwürdigkeit, dessen Größenordnung eine Fehleinschätzung der Nachfrage ruinös machte.
Der Nimbus eines Gründers aus einem Erfolg überträgt keine Nachfrage: Der Planer von Junglia hatte Universal Studios Japan wiederbelebt, doch ein abgelegener 70-Milliarden-Yen-Park muss seine Tore trotzdem selbst füllen.
Japan Entertainment Holdings teilte den Aktionären mit, dass drastische Maßnahmen zur Verbesserung des Geschäfts erforderlich seien, und erläuterte bei der Versammlung im September 2026 die finanzielle Lage und die künftigen Geschäftspläne. CEO Kato betonte, der Verlust werde weder die Dienstleistungen für Kunden noch die Verträge mit anderen Unternehmen beeinträchtigen und der Betrieb werde wie gewohnt fortgesetzt.
DEN BELEGEN FOLGEN
Die Quellen
- Junglia theme park in Okinawa logs ¥17 billion loss in first year The Japan Times (Jiji) · japantimes.co.jp ·