Die ZEGO Textilveredelungszentrum GmbH ist ein Textilveredler aus Aschaffenburg: Stickerei, Näherei und Druck auf Arbeits-, Business- und Teamkleidung, dazu Lagerung und Logistik für ihre Kunden. Rund 60 Menschen arbeiteten dort – ein Betrieb an einem einzigen Standort, dessen gesamtes Auftragsbuch über die eigene IT läuft.
Am 29. März 2026 brachte ein Cyberangriff diese IT zum Erliegen, und die Produktion stand fast sechs Wochen still. Die Art des Angriffs wurde nie bekannt gegeben – in der Berichterstattung war von Erpressung die Rede, unbestätigt; dokumentiert ist der Ausfall selbst: Aufträge konnten nicht bearbeitet, Maschinen nicht beschickt werden. Für einen Veredler, der von Lieferterminen lebt, sind sechs Wochen keine Verzögerung – sie sind Vertragsbruch.
Im Juli 2026 meldete das Unternehmen beim Amtsgericht Aschaffenburg Insolvenz an, das Maximilian Maierhofer von der Kanzlei Ohly Zöller zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte. Geschäftsführer Johannes Zenglein sagte, der Angriff „tut sehr weh“, betonte, eine Insolvenz sei nicht zwangsläufig das Ende eines Unternehmens, und nannte die Ziele: restrukturieren, wirtschaftlich stabilisieren, Arbeitsplätze erhalten. Die Produktion soll während des Verfahrens weiterlaufen.
Die Gestalt des Falls: kein strategischer Fehler, kein gescheitertes Inkasso – ein externer Schock, für den ein Betrieb mit 60 Beschäftigten keine Rücklagen hatte. Sechs Wochen Stillstand verwandelten einen IT-Vorfall in einen Insolvenzantrag.
Der sechswöchige Ausfall verwandelte einen IT-Vorfall in einen Insolvenzantrag, da die verlorenen Umsätze nicht wieder hereingeholt werden konnten und keine Rücklagen vorhanden waren.
Der Angriff vom 29. März 2026 legte die Produktion fast sechs Wochen lang lahm – Aufträge blieben unbearbeitet, Maschinen standen still –, und die verlorenen Umsätze konnten danach nicht wieder hereingeholt werden
Ein Veredler an einem einzigen Standort mit rund 60 Beschäftigten hatte keine Rücklagen: keine redundante IT, keine Ausweichproduktion, keine Möglichkeit, Liefertermine einzuhalten, während seine Systeme ausfielen
Bis Juli blieb nur noch ein Instrument: die Insolvenz beim Amtsgericht Aschaffenburg, mit einem vorläufigen Verwalter, der die Restrukturierung steuern sollte
Die eigene Darstellung der Geschäftsführung – restrukturieren, stabilisieren, Arbeitsplätze erhalten – räumt ein, dass der Angriff aus einem laufenden Geschäft einen Fall für das Gericht gemacht hat
Für einen kleinen Produzenten an einem einzigen Standort ist ein IT-Angriff kein IT-Vorfall – er bedeutet sechs Wochen verlorenen Umsatz. ZEGOs Maschinen standen im März still; bis Juli war das Unternehmen in der Insolvenz.
Unter dem vorläufigen Verwalter Maximilian Maierhofer produzierte ZEGO während des Verfahrens weiter, mit dem erklärten Ziel zu restrukturieren und die rund 60 Arbeitsplätze zu erhalten. Ob das Verfahren in einem Plan, einem Käufer oder einer Schrumpfung endet, war noch offen, als der Fall in die Hände des Gerichts gelangte – der Angreifer hinter allem wurde nie genannt.
DEN BELEGEN FOLGEN