Das 240-Zimmer-Virgin-Hotel in der Clyde Street in Glasgow wurde im August 2023 am Ufer des River Clyde eröffnet. Am Dienstag, dem 19. Dezember, vier Monate später, wurden die Mitarbeiter nach einer normalen Morgenschicht zu einer Besprechung um 10:30 Uhr gerufen und vom Vorstandsvorsitzenden von Virgin Hotels darüber informiert, dass das Hotel mit sofortiger Wirkung schließe und 130 Arbeitsplätze verloren gingen. Die leitende Hausdame Zornitsa Koleva sagte, ihrem Team von 28 Personen seien an diesem Morgen wie üblich die täglichen Aufgaben zugewiesen worden.

Der Eigentümer des Gebäudes, Lloyds Developments Limited, mit dem Virgin Hotels einen Managementvertrag hat, war am 1. Dezember von seinen Kreditgebern unter Insolvenzverwaltung gestellt worden. Den Direktoren von V Hotel Glasgow Limited, dem Arbeitgeber und Betreiberunternehmen, wurde daraufhin geraten, das Unternehmen in Liquidation zu setzen. Virgin Hotels erklärte, die Virgin Group habe versucht, Lösungen zu finden, darunter das Angebot, das Hotel zu kaufen, um es offen zu halten, doch die Kreditgeber hätten ihre Angebote nicht angenommen.

Die Beschäftigten sollten bis Ende Dezember bezahlt werden und ihnen zustehende Trinkgelder, Überstunden und Urlaubsgeld erhalten, ebenso Unterstützung bei Abfindungsansprüchen. Bryan Simpson von Unite Hospitality nannte dies „empörend“, sagte, die Mitarbeiter hätten überhaupt keine Vorankündigung erhalten, obwohl die Kündigung von mehr als 100 Arbeitnehmern rechtlich 45 Tage erfordere, und erklärte, die Gewerkschaft plane rechtliche Schritte, die den Arbeitgeber für bis zu drei Monatslöhne haftbar machen könnten.

130 Arbeitsplätze vier Monate nach der Eröffnung verloren; Betreiberunternehmen in Liquidation gesetzt; Gewerkschaft plant rechtliche Schritte wegen fehlender Vorankündigung

Der Eigentümer des Hotels, Lloyds Developments, wurde am 1. Dezember von seinen Kreditgebern unter Insolvenzverwaltung gestellt, wodurch der Betreiber ohne einen Vermieter blieb, der das Geschäft tragen konnte.

Virgin Hotels hatte einen Managementvertrag und nicht die Immobilie, daher wurde den Direktoren des Betreiberunternehmens geraten, die Liquidation einzuleiten, nachdem der Eigentümer ausgefallen war.

Die Kreditgeber nahmen die Angebote der Virgin Group nicht an, das Hotel zu kaufen und offen zu halten.

Die Mitarbeiter erhielten keine Vorankündigung, was nach Angaben der Gewerkschaft gegen die 45-Tage-Vorgabe bei Massenentlassungen von mehr als 100 Arbeitnehmern verstößt.

Ein Managementvertrag für ein Gebäude, das man nicht besitzt, bindet die Arbeitsplätze der Mitarbeiter an die Kreditgeber des Eigentümers. Eigentümer ohne Finanzierung können eine Neueröffnung innerhalb von Wochen beenden, und eine Schließung ohne Vorankündigung verursacht zusätzliche rechtliche Kosten.

V Hotel Glasgow Limited sollte innerhalb von Wochen in Liquidation gehen, wobei Sarah Cook von FRP Advisory den Prozess unterstützte. Die Mitarbeiter sollten bis zum 31. Dezember bezahlt und bei Ansprüchen an den Redundancy Payments Service unterstützt werden. Unite erklärte, rechtliche Schritte zu planen; der BBC-Artikel berichtet nicht über einen Ausgang. Virgin Hotels erklärte, man sei über die Entscheidung der Kreditgeber „sehr enttäuscht“.

DEN BELEGEN FOLGEN

Die Quellen

  1. Staff 'blindsided' by closure of new Glasgow Virgin hotel BBC News · bbc.com ·